G03

G03

Gebaut von: Dieter Kutsche

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Dieses Modell wurde in klassischer Spantbauweise erstellt. Für die verdeckten Holzteile kam Sperrholz, für alle anderen Bereiche vorwiegend Eichenholz zum Einsatz. Die Form der 3,5 mm starken Eichenplanken des Rumpfs wurde mittels Schablonen ermittelt, über Dampf gebogen und mit den Spanten verdübelt. Ihre Kalfaterung wurde mit dazwischen geklebtem schwarzen Karton imitiert. Nach 1 1/2 jähriger Bauzeit konnte die G 03 im August 2003, nach einer stilvollen Taufe, zu ihrer Jungfernfahrt auslaufen. Die Segel und das Ruder können mittels einer Fernsteuerung bedient werden. Das Modell besitzt wie das Original nur ein absenkbares Mittelschwert und segelt ansonsten ohne Zusatzkiel oder sonstigen Hilfsmitteln. 

 

Das Original:

Die Zeesboote, erstmals 1449 in einer Stralsunder Chronik erwähnt, dienten der Netzfischerei mit der Zeese, einem Netz, das ihnen den Namen gab. Das Netz wurde durch das mit gesetzten Segel querab zum Wind treibende Boot über den Grund gezogen. Es war an langen Bäumen, den Tukerbäumen, an Bug und Heck befestigt. Ihr Revier waren die Haffe und Bodden entlang der Ostseeküste. Die Spanten und Planken waren aus Eiche - Deck, Aufbauten und Mast aus Kiefernholz. Sie waren sowohl Kutter- als auch Ketschgetakelt und hatten mittschiffs eine Bünn für die gefangenen Fische. Das große Gaffelsegel wurde ohne Baum gefahren. Nach 1945, die Fischerei mit derrr Zeese lohnte nicht mehr, baute man sie mehr und mehr zu privaten sportlichen Booten um. Alljährlich werden auf die Initiative der Werft E. Rammin in Bodstedt dort und in anderen Orten an der Ostsee sehenswerte Regatten durchgeführt. 

 

Zeesboot 

Maßstab: 1:10 

 

Das Modell: 

Länge: 110,0 cm 

Breite: 33,0 cm 

Höhe: 133,0 cm 

Verdrängung: 10,0 kg 

Segelfläche: 0,6 qm