Eigner: Thomas Menne

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Technische Daten des Modell:

Maße (Länge x Breite): 

Maßstab: 

Gewicht:  

Motor:  

Akku: 

Fahrzeit:

Tonnenleger KURT BURKOWITZ 

Im Jahr 1957 lieferte die Jadewerft Wilhelmshaven GmbH den 800 t großen Neubau für das Wasserbauamt Brunsbüttelkoog (heute WSA Brunsbüttel) aus. Er wurde in Dienst gestellt und erhielt den Namen des ersten Seezeichenreferenten WALTER KÖRTE (Bau Nr. 41).  

 

Daten der KURT BURKOWITZ 

Kiellegung: 26.03.1959 

Stapellauf: 06.11.1959 

 

Am 29.09.1960 erfolgte die Ablieferung und Indienststellung des Schwesterschiffs KURT BURKOWITZ (Bau Nr. 65) IMO 5198369 an die Wasser- und Schifffahrtsdirektion, Aurich, die den Neubau ihrem Amt in Wilhelmshaven unterstellte (heute WSA Wilhelmshaven). 

Sie war dort der Ersatz für die Tonnenleger STARKENHORST (Baujahr 1894, ex HBA SWINEMÜNDE) und Tonnenleger SAMLAND (Baujahr 1923, ex HBA PILLAU). 

 

Die KURT BURKOWITZ hatte eine Länge ü. a. von 54,4 m, eine Breite von 9,2 m, eine Seitenhöhe von 4,75 m und einen Tiefgang von 3,5 m. 

 

Sie war mit einer 4x Maybach-Diesel-Maschinen mit je 600 PS / 1500 Upm, die über ein Renk-Getriebe auf  eine Welle mit einem KaMeWa-Verstellpropeller für rund 15 kn wirken, ausgestattet.  

Der Tonnenleger KURT BURKOWITZ hatte seit Inbetriebnahme ein 250-PS-Jastram-Bugreaktionsruder, angetrieben durch einen Gleichstrommotor und auch ein für das Baujahr ungewöhnliches Aktivruder (200-PS-Pleuger-Aktiv-Ruder). Hierbei handelt es sich um einen im Ruderblatt eingebauten Propeller, welcher von einem Drehstrommotor angetrieben wird. 

 

Die äußere Silhouette der KURT BURKOWITZ wurde gegenüber der WALTER KÖRTE etwas geändert – Grundlage hierfür waren die bereits gewonnenen Erfahrungen aus dem bisherigen Einsatz der WALTER KÖRTE. 

 

Das Einsatzgebiet der KURT BURKOWITZ waren die Nebenfahrwasser der Jade und um die Inseln Wagerooge und Minsener Oog. 

 

Hinweis: 

Tonnenleger gibt es je nach dem jeweiligen Einsatzgebiet. Sie sind Spezialschiffe, welche vorrangig für das Auslegen und Einholen von schwimmenden Seezeichen gebaut wurden. Für den Einsatz im rauhen Seegebiet ist natürlich eine sehr gute Seetauglichkeit erforderlich; für einen Wattentonnenleger ein besonders geringer Tiefgang, um auch im Flachwasser noch manövrierfähig zu sein.

 

Von 1960 bis zur Indienststellung des MZF MELLUM am 02.07.1984 erfüllte die KURT BURKOWITZ neben ihrer Hauptaufgabe, dem Ausbringen und Warten von Seezeichen, noch die folgende Aufgaben: 

Personen- und Materialtransporte 

    •    Aufsichts- und Kontrollfahrten

    •    Baken- und Prickensetzarbeiten

    •    Verkehrssicherungsaufgaben

    •    Hindernisbergungen

    •    Hilfe bei Havarien

    •    Peilarbeiten für Seevermessung

und Bauwerke sowie 

    •    Hafen- und Baggerpeilungen

Zur Erfüllung dieser Aufträge verfügen die Tonnenleger über Hydraulikkräne und -winden, Fächerlotsysteme und neueste GPS-Ortungssysteme. 

 

Auf dem Vorschiff der schornsteinlosen KURT BURKOWITZ wurde ein Kampnagel-Bordkran mit einer Tragfähigkeit von 12 t bei einer Ausladung von 5 m (6,5 t bei 11,5 m) aufgestellt. 

 

Nach der Ablösung durch das MZF MELLUM ersetzte die KURT BURKOWITZ beim WSA Cuxhaven den Tonnenleger WALTER KÖRTE II, welcher ausgebrannt war. 

 

Am 29.09.1989 wurde die KURT BURKOWITZ durch das MZF SCHARHÖRN beim WSA Cuxhaven ersetzt und durch die VEBEG verkauft. 

 

In der Literatur ist der Tonnenleger KURT BURKOWITZ folgenden Namen zu verfolgen: 

1989 - 1990 „WALRUS“ - General Package Nederland BV, Tolbert / Groningen 

1990 – 1993 „TELCO LOMBOK“ - Spring Flash Navigation Ltd. (Telco Marine BV), Limassol 

 

Sie wurde im Jahr 1993 als „LOMBOK“ an einen unbekannten Besitzer verkauft. 

 

Den Nachforschungen ist im Jahr 2010 zu entnehmen, dass die ehemalige Kurt Burkowitz in Harlingen, NL, in eine Luxus-Yacht (SuperYacht Company B.V.) umgewandelt werden sollte. 

 

Im „Lombok-Projekt“ war geplant, dass der Rumpf für Eis-Fahrten verstärkt werden sollte, um sie für Charterfahrten in die Arktis und Antarktis einzusetzen. 

 

Am 20.06.2011 war dieses Projekt gescheitert und das Schiff wurde aus dem Schiffsregister gestrichen. 

 

Die Schlepper THEO vom Sleepdienst Tuinman B.V., Harlingen, und KADOKA von Ferox Towage & Salvage schleppten am 12. September 2015 das Schiff aus dem Hafen, in Richtung Türkei. 

 

Gegen Mitte Oktober erreichte die ehemalige KURT BURKOWITZ das Marmara Denizi (Marmarameer). 

 

Mit Hilfe von Google-Earth haben wir das Schiff dann wiedergefunden - an einer Werft bei Gölcük/Kocaeli, in der Nähe von Izmit. 

 

Der Mast und Aufbau wurden abgebaut und an Land gelagert…

Kurt Burkowitz

Kurt Burkowitz

110 x 18 cm 

1:50 

ca. 5,5 kg  

VDO Motor  

12V Bleigelakku 

ca. 2 Stunden