Gebaut von: Dieter Kersting ( 12.07.2013)

Eigner: Regina Rinke

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Die "PINTA" wurde 1992 für die Eintonner Weltmeisterschaft in Dänemark konstruiert.  

Hierbei wurde besonders das Revier berücksichtigt, wo mit kurzer See und 12 Knoten Wind zu rechnen ist. 

 

Die Pinta erhielt aus diesem Grund eine extrem mittschiffs angeordnete Gewichtsverteilung mit sehr leichtem Kiel. Der Rumpf wurde durch den Einbau vieler Spanten ca. alle 95 cm stabilisiert, die kaum noch Verwindungen zulassen und das Schiff höher an den Wind bringen.  

Die Allroundeigenschaften sind durch eine große Segelfläche optimiert.  

 

Doch vor dem Wind läßt sich das Schiff dadurch nicht so gut beherrschen.  

 

Der Rumpf besteht aus einem dicken Aramid  Wabenkern mit einer dünnen Kohlefaserschicht. 

 

Hierbei unterscheidet sie sich von den meisten ihrer Konkurrentinnen durch die Verarbeitung von hochundmittel Modul Kohlefasern. Durch die Verwendung hochfester Kohlefasern in den stark beanspruchten Rumpfteilen konnten wesentliche Vorteile gegenüber herkömmlicher Kohlefasern erreicht werden, z. B. Gewichtsersparnis ca. 17%, Zuwachs an Festigkeit ca. 1015%. 

 

Diese besonders leichte, aber dennoch starke Komponente, kann  Kräfte von mehreren Tonnen, z. B. an den Winschen, aufnehmen", die Winschen mit 200 mm Ø erscheinen auch als recht große Baueinheit. 

 

Alle anderen Beschlagteile, selbst die Blöcke der Backstagen mit ca. 100 mm Rollendurchmesser wirken dagegen sehr zierlich. Aber hier haben sicher die umfangreichen Messarbeiten zu den entsprechenden Gewichtseinsparungen geführt.  

Es wurden die Druck und Zugkräfte an Mast, Wanten, Kiel, Ruder und der Außenhaut des Bootes mit Dehnungsmeßstreifen und Druckmeßdosen bei verschiedenen Yachten über längere Zeit vorgenommen. Aber es sollte auch nicht zu sehr gespart werden, denn die Kraftauswirkungen der stampfenden See oder einer Grundberührung dürfen nicht unterschätzt werden, denn hierdurch traten auch Totalschäden mit Schiffsverlusten auf. 

 

So konnte man es im Fernsehen beim AdmiralsCup und anderen Regatten sehen, wo Schiffe einfach in der Mitte durchgebrochen sind.  

Jedoch der verstärkte Pinta-Rumpf hat eine Grundberührung heil überstanden. Nur die Kielverlängerung hatte sich selbstständig gemacht und das Ruder war beschädigt. Aber diese  Beschädigungen waren nicht so gravierend.  

Das Ruder konnte ausgetauscht und der Kiel in einer Nachtaktion wieder mit Holz ausgebessert werden. 

So wieder hergestellt, wurde - anstatt Aufgabe - die Siegesfeier angetreten!

Pinta

Pinta